Gesundheitsfördernde Wirkung von Kakaobohnen

• Barry Callebaut präsentiert neue Studien über die Wirkung von Polyphenolen aus der Kakaobohne •
Ergebnisse geben neben den gesundheitsfördernden Eigenschaften bei Krebs auch erste Hinweise auf positive Wirkungen auf die Hirnfunktionen (Gedächtnis / Lernfähigkeit) sowie auf Anti-Aging-Effekte
Barry Callebaut AG, der weltweit führende Hersteller von hochwertigen Kakao- und Schokoladenprodukten mit Sitz in der Schweiz, hat sich zum Ziel gesetzt, die positiven gesundheitsfördernden Wirkungen von Polyphenolen aus der Kakaobohne verstärkt zu untersuchen. Dazu hat das Unternehmen ein umfassendes Studienprogramm aufgelegt und eine erste Phase in enger Zusammenarbeit mit bekannten unabhängigen Forschungsinstituten in Frankreich durchgeführt . Seit Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft intensiv mit dem gesundheitlichen Nutzen der Polyphenole. In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass sie aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften im Körper Schutzwirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ausüben können.
Besonders reich an Polyphenolen ist Kakao. Anlass für Barry Callebaut, sich diesem Thema verstärkt zu widmen. Erste Ergebnisse des Forschungsteams unter Leitung der Barry Callebaut Experten Dirk Poelman (Leiter Grundlagenforschung) und Philippe Troplin (Leiter Forschung und Entwicklung im Bereich Kakao) bestätigen die schützende Wirkung der Polyphenole gegen Krebs. Darüber hinaus zeigen die Studienergebnisse Hinweise auf weitere positive Wirkungen der Polyphenole: Im Tierversuch wirken sie positiv auf die Gedächtnisleistung und Lernfähigkeit. Ob Polyphenole diese Funktionen auch im menschlichen Körper ausüben, soll in weiteren Studien untersucht werden.
Schutz der Zellen vor freien Radikalen
Polyphenole sind natürliche Inhaltsstoffe pflanzlicher Lebensmittel (Früchte und Gemüse). Ihre antioxidative Wirkung ist seit langem bekannt. Kakaobohnen und damit vor allem auch dunkle Schokolade enthalten besonders hohe Mengen dieser sekundären Pflanzenstoffe. Sie unterstützen Körperzellen bei der Bekämpfung freier Radikale, die Zellschädigungen hervorrufen können. Daher ist ihre gesundheitsfördernde Wirkung mannigfaltig. Die Sichtung und Auswertung der wissenschaftlichen Literatur von 1980 bis 2005 gibt umfassende Hinweise auf den gesundheitlichen Nutzen von Polyphenolen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs sowie den Funktionen des Immunsystems.
Polyphenole hemmen in-vitro das Wachstum von Krebszellen
In einer In-Vitro-Studie untersuchte IN CYTOTOX, eines der von Barry Callebaut beauftragten unabhängigen Forschungsinstitute, die Wirkung der Polyphenole aus Kakaobohnen auf das Wachstum lokaler menschlicher Prostatakrebszellen sowie auf Metastasenzellen. Zum Vergleich testeten sie die Wirkung einer weiteren Substanz pflanzlicher Herkunft, die für ihre krebshemmende Wirkung bekannt ist. Die Ergebnisse: Polyphenole aus Kakaobohnen hemmen in-vitro das Wachstum der Krebszellen – bis zum völligen Stillstand. Dieser Effekt wurde in geringerem Umfang auch bei den Zellen der Metastasen beobachtet. Polyphenole zeigen im Vergleich zu Sitosterin eine überzeugendere Wirkung bei der Hemmung des Zellwachstums: Sie benötigten weniger Zeit für den gleichen Effekt. Die Forscher konnten auch aufzeigen, dass Polyphenole aus der Kakaobohne keinen negativen Einfluss auf normale, gesunde Zellen haben.
Weitere Wirkungen der Polyphenole: Leistungssteigerung und Anti-Aging-Effekte
Darüber hinausgehende Erkenntnisse über die Wirkungen von Polyphenolen gewinnen die Forscher derzeit aus einer zweigeteilten Studie an lebenden männlichen Ratten. Über einen Zeitraum von drei bis fünfzehn Monaten – die durchschnittliche Lebensdauer einer Ratte beträgt ca. achtzehn Monate – untersucht ein unabhängiges Forscherteam von ETAP, ob Polyphenole neben ihrer antikanzerogen Wirkung auch positive Effekte auf die Hirnfunktionen haben. Der bis dato abgeschlossene erste Studienteil liefert Hinweise, dass Polyphenole aus der Kakaobohne ihre antioxidative Wirkung auch auf kognitive Funktionen ausüben. Sie wirken bei Ratten einem Gedächtnisverlust entgegen und fördern die Lernfähigkeit.
Darüber hinaus lassen die Ergebnisse vermuten, dass Polyphenole ebenfalls Anti-Aging-Effekte aufweisen. Dieser zweite Teil der Studie ist derzeit noch nicht abgeschlossen; vertiefende Untersuchungen sollen die Erkenntnisse über die neu entdeckten Wirkungen der Polyphenole erweitern. Erklärtes Ziel von Barry Callebaut ist, in weiteren Forschungsvorhaben zu untersuchen, ob sich die gewonnenen Erkenntnisse über die gesundheitsfördernde Wirkung der Polyphenole aus der Kakaobohne auf den Menschen übertragen lassen.
Glossar:
Antioxidanzien, engl. antioxidants: Substanzen, die Moleküle vor der Oxidation schützen, indem sie Elektronen abgeben oder Wasserstoffatome aufnehmen, ohne dabei selbst in reaktionsfähige Moleküle umgewandelt zu werden.
_-Sitosterin, eng. _-sitosterol: das mengenmässig wichtigste Phytosterin in Pflanzenölen.
Freie Radikale, engl. free radicals: extrem reaktionsfreudige Moleküle mit einem ungepaarten Elektron. Sie entstehen im Körper im Verlauf physiologischer Reaktionen oder durch schädliche externe Einflüsse (z. B. durch UV- oder Röntgenstrahlung). Können Zellschädigungen bewirken.
In vitro (latein.): „im (Reagenz-)Glas”, d. h. im Versuch ausserhalb des Organismus.
In vivo (latein.): „im Leben”, im lebenden Organismus.
Kanzerogen (latein., gr.): Krebs erzeugend.
Kardiovaskulär (gr., latein.): Herz und Gefässe betreffend.
Phytosterine, engl. plant sterols: sind in ihrer chemischen Zusammensetzung den tierischen Sterinen wie dem Cholesterin sehr ähnlich. Werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gerechnet.
Polyphenole, engl. Polyphenols: eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, die als natürliche Inhaltsstoffe in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Allen Polyphenolen gemeinsam ist die chemische Grundsubstanz Phenol (s. Abb.). Als Antioxidanzien fangen Polyphenole freie Radikale ab.
Sekundäre Pflanzenstoffe, eng. phytochemicals, secondary plant compounds: von Pflanzen gebildete, chemisch sehr unterschiedliche Verbindungen, Schätzungen gehen von bis zu 100.000 verschiedenen aus. Sie kommen im Gegensatz zu den primären Pflanzenstoffen, (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) nur in geringen Mengen vor und weisen vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen auf
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Sterine, engl. sterols: gehören physiologisch zu den Fetten und kommen in allen biologischen Systemen vor.
Quelle: Barry Callebaut (www.barry-callebaut.com)

